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Wir sind sehr stolz, über uns und den Werdegang von Anett Leibert war ein toller Artikel in der Kosmetik & Pflege Heft 2/17,

einem Fachmagazin für die Kosmetik.


Männer in einem eher typischem Frauenberuf, das schien Christin Jacob ein interessanter Beitrag

für die LVZ-Nordsachsen zu sein.

Dabei entstand ein sehr netter Beitrag über unseren Mitarbeiter Andreas Leibert. 

Artikel veröffentlicht: 18. Februar 2017 14:00 Uhr

Originalbeitrag : lvz.Region Delitzsch

Delitzscher Andreas Leibert ist ein Schönmacher


Frauen, die in Männerdomänen arbeiten – geschenkt. Wie aber lebt es sich für Männer, die in Frauendomänen arbeiten? Der Delitzscher Andreas Leibert kann ein Lied davon singen. Ein Lied, das von Entspannung auf allen Seiten erzählt, denn er arbeitet in einem Kosmetikstudio.

 

Andreas Leibert ist ein Unikat. Ein Mann, der auffällt. Da kann er gar nix gegen tun. Er ist ein Mann von 1,92, kräftig, ein Typ zum Anlehnen. Einer, auf den man spontan bauen möchte. Einer mit sanften großen Händen, die Basssaiten für eine Hardrock-Band zupfen, Schraubenschlüssel drehen und Wangen zum Strahlen bringen. Er ist ein Mann in der Frauendomäne Kosmetik.

Ganz in Schwarz gekleidet kommt er die Treppe in „Anett’s Beauty und Wellness im Moorbad“ am Delitzscher Wallgraben herunter, ein sanftes und freundliches Lächeln trägt er auf den Lippen. Dann reicht er einem einen feinen Tee, bevor er von Cremes und Töpfchen, Tonic fürs Gesicht, Ultraschallpeeling und Inhaltsstoffen von Reinigungsschaum spricht.

Von der Werkstatt ins Kosmetikstudio

Früher hat Andreas Leibert in Werkstätten und an Fabrikbändern an Autos und auch Lkw gearbeitet. Heute ist sein Beruf Wellness. Auch für ihn. Stand der heute 29-Jährige in seinem Job als Kfz-Mechatroniker ständig auf Abruf parat und unter Strom, geht es heute um Entschleunigung und Entspannung. Und damit kehrt der Zschepener zu seinen Wurzeln zurück. Er ist groß geworden in dem Kosmetikstudio, das seine Mutter Anett nach der Wende aufbaute. Seine Oma ist Kosmetik-Meisterin. Und eigentlich fing er nach der Schule auch schon an mit der Ausbildung zum Wellness-Masseur. Dann kam es doch anders, schien der Kfz-Mechatroniker der Traumberuf. „Mechatroniker ist ein schöner Beruf, die Branche ist es aber nicht“, sagt der 29-Jährige nach einem Dutzend Jahre in diesem Job und in verschiedenen Sparten. Schichtarbeit am Band, immer nur die Uhr im Blick, ständig erreichbar sein müssen, weil er als Springer für andere ran musste, wenn die krankheitsbedingt ausfallen. Dass Leute krank werden, wenn Druck und Stress überhand nehmen, es ist eine Binsenweisheit. Am Ende werden die krank, die sie ersetzen. „Ich habe mich komplett runtergewirtschaftet“, blickt Andreas Leibert zurück. Mit 27, 28 Jahren musste er damit klar kommen, dass das Herz aus dem Takt geriet. Er besann sich. „Am besten ging es mir in der Wellness-Branche“, das war die Erkenntnis und ein Schritt zurück, der nun Zukunft bedeutet. Er achtet heute in jeder Hinsicht mehr auf sich – und die Achtsamkeit überträgt er auf andere.

Spezialisierung zum Beauty-Experten

Gut ein halbes Jahr ist der zertifizierte Wellness-Masseur nun im Moorbad tätig, wird dank seiner Spezialisierung zum Beauty-Experten in der Gesichtspflege eingesetzt. Und einiges hat sich in den 13 Jahren, die zwischen erstem Anlauf und Neustart vergangen sind, geändert. Herrschte früher oft noch Unverständnis und unangenehme Spannung einem männlichen Schönmacher gegenüber, gibt es diese Vorbehalte ihm gegenüber heute nicht mehr. „Weder Frauen noch Männer haben ein Problem, sich von einem Mann behandeln zu lassen“, hat Andreas Leibert in den vergangenen Monaten erfahren. Eher herrsche noch ein wenig Mulmigsein, ob so ein großer Mann so sanft sein kann – und ja, er kann, wie eine Feder, sensibel und mit feinen Antennen. Besonders schätzt er an seinem Beruf, dass er Menschen Lebensqualität zurückgeben kann. Viele kommen in Kosmetikstudios, wenn es sie plagt – vielen hat Andreas Leibert schon zu einem besseren Hautbild und damit Lebensfreude helfen können und er spezialisiert sich weiter.

Ein paar Sachen schließt Andreas Leibert dennoch aus: Nageldesign macht er nicht und aufwendige Make-ups auch nicht. Das ist einfach nicht seine Sache. Und auch seine Verlobte hat nicht viel davon, dass er sich mit Kosmetik so gut auskennt – Dienst ist Dienst, private Behandlungen gibt es nicht. Dafür aber hat sie jetzt einen Mann daheim, dem es besser geht als in seinem alten Job. Schöner geht es nicht.

Von Christine Jacob